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Paul Carell
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Paul Carell, eigentlich Paul (Karl) Schmidt, seit dem 14. Januar 1984 Paul Schmidt-Carellcite-ref-1[1] (* 2. November 1911 in Kelbra; â 20. Juni 1997 in Rottach-Egern), war ein deutscher Diplomat, Journalist und Sachbuchautor. Im Zweiten Weltkrieg Pressechef des AuĂenministers Joachim von Ribbentrop und SS-ObersturmbannfĂŒhrer, arbeitete Carell in den 1950er Jahren als Journalist fĂŒr Die Zeit und das Magazin Der Spiegel und ab den 1960er Jahren fĂŒr verschiedene Publikationen des Axel Springer Verlags. Bis zum Tode Springers 1985 fungierte Carell als dessen persönlicher Berater und Sicherheitschef. In den 1960er Jahren wurde er mit BĂŒchern ĂŒber den Zweiten Weltkrieg zum Bestsellerautor, insbesondere zum als âUnternehmen Barbarossaâ bezeichneten Ăberfall auf die Sowjetunion, bei dem er die deutschen Angriffsvorbereitungen und die Vernichtungspolitik im Osten verschwieg und stattdessen den Angriff als PrĂ€ventivkrieg rechtfertigte.
Contents
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Herkunft und Schulbildung
Paul Karl Schmidt wuchs in einfachen, aber gesicherten VerhĂ€ltnissen bei seiner Mutter Henriette Schmidt im Haus seines GroĂvaters, des verwitweten Schuhmachermeisters Karl Schmidt, in der Kleinstadt Kelbra am Nordhang des KyffhĂ€usergebirges auf. Seine 1888 oder 1889 geborene Mutter hatte nach der Volksschule keinen Beruf erlernt, arbeitete als einfache Landarbeiterfrau und fĂŒhrte nach der Geburt Schmidts den 3-Personen-Haushalt mit ihrem Vater und Kind. Schmidts Vater war der ledige Tischler Paul KieĂling, den der Junge âkaum kennengelerntâ hat.cite-ref-2[2] Nach 8 Jahren Volksschule wechselte Schmidt 1926 an die Herzog-Heinrich-Schule â eine staatliche deutsche Oberschule in Aufbauform â in der Kleinstadt Barby an der Elbe, wo er das Internat der Oberschule besuchte. Möglich wurde sein Schulwechsel durch ein entsprechendes Stipendium, das dem SchĂŒler wegen seiner besonderen Begabung zugesprochen wurde.cite-ref-3[3] Schmidt war ein guter SchĂŒler, ĂŒbersprang die Untertertia (8. Klasse) und engagierte sich in der Oberstufe zunehmend politisch im rechtsnationalen Spektrum.cite-ref-4[4]
Schmidt trat als Oberprimaner zum 1. Februar 1931 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 420.853) und wurde zu einem nicht genau bekannten Zeitpunkt im gleichen Jahr Mitglied der SA.cite-ref-5[5]cite-ref-klee93-6-0[6] Aus nicht nĂ€her benannten disziplinarischen GrĂŒnden wurde Schmidt noch vor dem Abitur von der Schule verwiesen. Vermutlich kam hierbei das von der zustĂ€ndigen Schulaufsichtsbehörde, dem Provinzialschulkollegium Sachsen, seit dem 11. April 1930 fĂŒr SchĂŒler ausgesprochene Verbot der BetĂ€tigung fĂŒr die NSDAP und ihre Organisationen zur Anwendung, das fĂŒr diesen Fall ErziehungsmaĂnahmen vorsah. Schmidt konnte aber sein Abitur noch im selben Jahr vor einem PrĂŒfungsgremium am Domgymnasium Magdeburg nachholen, wobei er in allen 14 FĂ€chern geprĂŒft wurde, in den FĂ€chern Deutsch und Geschichte mit der Note âsehr gutâ als Ergebnis.cite-ref-7[7]
Studium als NS-Aktivist
Ab dem Sommersemester 1931 studierte Schmidt Psychologie an der Christian-Albrechts-UniversitĂ€t zu Kiel. Er wurde Leiter des dortigen âKampfausschusses wider den undeutschen Geistâ. Diese âKampfausschĂŒsseâ agitierten als Speerspitze der Deutschen Studentenschaft gegen âjĂŒdischen Intellektualismusâ.cite-ref-8[8] Die âAktion wider den undeutschen Geistâ bereitete die BĂŒcherverbrennungen einen Monat spĂ€ter vor. Folglich trat er am 10. Mai 1933 als studentischer Redner bei der BĂŒcherverbrennung in Kiel auf.cite-ref-klee93-6-1[6] In seiner Dissertation zur Rolle der Studenten an der Uni Kiel im Nationalsozialismus bezeichnet ihn Martin Göllnitz als âScharfmacher und Propagandist[en]â dieser Aktion.cite-ref-9[9] Zudem verlangte Schmidt als Vertreter der Freien Kieler Studentenschaft schon am 4. Februar 1933, wenige Tage nach dem Regierungsantritt Hitlers, vom Rektor der UniversitĂ€t August Skalweit, âeine testatfĂ€hige Vorlesung fĂŒr Hörer aller FakultĂ€ten ĂŒber Kriegsgeschichte und Wehrpolitik [âŠ] als sittlichen, gesundheitlichen und politischen Faktor fĂŒr Volk und Einzelnenâ einzurichten.cite-ref-10[10] TatsĂ€chlich wurde dann neun Tage spĂ€ter die Einrichtung einer solchen âtestatfĂ€higen Vorlesung ĂŒber Wehrpolitik und Kriegswissenschaftâ fĂŒr das folgende Sommersemester 1933 beschlossen.cite-ref-11[11]
Schmidt hatte verschiedene Positionen im Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund innecite-ref-12[12] und ĂŒbernahm 1935/36 kommissarisch das Amt des GaustudentenfĂŒhrers von Schleswig-Holstein. WĂ€hrend seines Studiums trat er 1931 der Kieler Burschenschaft Arminia im ADB bei.cite-ref-dvorak-13-0[13] 1934cite-ref-dvorak-13-1[13] und wieder 1950cite-ref-14[14] wurde er Mitglied der Hamburger Burschenschaft Hansea. 1936 wurde Schmidt in Kiel mit seiner Dissertationsschrift BeitrĂ€ge zur Lehre von Bedeutungsbildern in den indogermanischen Sprachen bei Johannes Wittmann, Direktor des Psychologischen Instituts der UniversitĂ€t Kiel, zum Dr. phil. promoviert und war dort wissenschaftlicher Assistent.cite-ref-longerich154f-15-0[15]
Karriere im AuswÀrtigen Amt
Am Psychologischen Institut der UniversitĂ€t Kiel hatte Schmidt auch Karlfried Graf DĂŒrckheim kennengelernt, der ihn noch 1936 in die Dienststelle Ribbentrop holte. Schmidt arbeitete zunĂ€chst in der sogenannten âMaterialstelleâ, die Informationen fĂŒr Ribbentrop zusammenstellte.cite-ref-longerich154f-15-1[15] 1938 wurde Schmidt Mitglied der SS (SS-Nummer 308.263)cite-ref-klee93-6-2[6] und kam als Legationsrat II. Klasse in die Presse- und Nachrichtenabteilung des AuswĂ€rtigen Amts (AA).cite-ref-klee93-6-3[6] Dabei löste er kurzfristig Rudolf Likus als Pressereferent Ribbentrops ab, durch den sich Ribbentrop wĂ€hrend der Konferenz von MĂŒnchen nicht ausreichend ĂŒber die auslĂ€ndische Presse informiert fĂŒhlte. Schmidt erhielt auĂerdem den Auftrag, eine âNachrichtenbeschaffungsstelleâ fĂŒr den Minister aufzubauen. TatsĂ€chlich baute er die Presseabteilung des AuswĂ€rtigen Amts in den Jahren 1939/40 im In- und Ausland erheblich aus.cite-ref-longerich154f-15-2[15] In der SS stieg Schmidt bereits 1940 zum ObersturmbannfĂŒhrer auf. Im selben Jahr wurde er als Pressesprecher fĂŒr AuĂenminister Joachim von Ribbentrop und Gesandter I. Klasse Leiter der Nachrichten- und Presseabteilung im AuswĂ€rtigen Amt. Am 10. Oktober 1940 wurde Schmidt zum Ministerialdirigenten befördert, im Dezember 1943 stieg er zum Ministerialdirektor auf, dem dritthöchsten Dienstrang nach dem des StaatssekretĂ€rs und UnterstaatssekretĂ€rs.cite-ref-16[16]
Wichtigste Aufgabe Schmidts war die Leitung der tĂ€glichen Pressekonferenzen seines Ministeriums. Daher gilt er als einer der wichtigsten Vertreter der NS-Propaganda im Zweiten Weltkrieg. Auch auf die mit 2,5 Millionen Exemplaren auflagenstĂ€rkste NS-Propagandazeitschrift Signal hatte er maĂgeblichen Einfluss. Trotz aller Konflikte mit Otto Dietrich, dem Reichspressechef Adolf Hitlers, und Goebbelsâ Propagandaministerium, mit dem dortigen Pressechef Hans Fritzsche, war Schmidts Einfluss im Bereich der Auslandspropaganda seinen Konkurrenten ebenbĂŒrtig.cite-ref-17[17]
Schmidt verband persönlichen Antisemitismus mit Streben nach Vorteilsannahme und Karriere. So forderte er in einem Schreiben an UnterstaatssekretĂ€r Martin Luther Ende Dezember 1941 diesen auf, beim Generalbauinspektor darauf hinzuwirken, âeine Judenwohnung zugeteilt zu bekommenâ, und bat konkret âum Zuweisung einer 9- bis 10-Zimmerwohnungâ.cite-ref-18[18] Dass Schmidt den Holocaust mit propagandistischen Mitteln rechtfertigte, gilt als gesichert.cite-ref-19[19] Dies erfolgte in Zusammenarbeit mit der âKulturpolitischen Abteilungâ, der Franz Six vorstand, und der Referatsgruppe âInland IIâ mit ihrem Leiter Horst Wagner â dem Verbindungsmann zwischen Ribbentrop und Himmler â und dem stellvertretenden Leiter sowie Judenreferenten des AuswĂ€rtigen Amtes, dem promovierten Juristen Eberhard von Thadden.
Als die Deportationen slowakischer Juden Ende Juni 1942 von der dortigen Regierung gestoppt wurden, erhöhte die deutsche Seite den Druck auf MinisterprĂ€sident Tuka: âPaul Karl Schmidt, der Sprecher des AuswĂ€rtigen Amtes, erklĂ€rte derweil in Bratislava der Presse, das Problem der Juden sei ein Problem der politischen Hygiene, das ĂŒberall zu bekĂ€mpfen sei, um den Zerfall des nationalen Organismus zu verhindern.âcite-ref-20[20]
Im Mai 1944 erteilte Schmidt RatschlÀge, wie man die Deportation und Ermordung ungarischer Juden rechtfertigen könne, um den Vorwurf eines Massenmords nicht aufkommen zu lassen:
âDie geplante Aktion [gegen die Budapester Juden] wird in ihrem AusmaĂ im Auslande groĂe Aufmerksamkeit erregen und sicher AnlaĂ zu einer heftigen Reaktion bilden. Die Gegner werden schreien und von Menschenjagd usw. sprechen und unter Verwendung von Greuelberichten die eigene Stimmung und auch die Stimmung bei den Neutralen aufzuputschen versuchen. Ich möchte deshalb anregen, ob man diesen Dingen nicht vorbeugen sollte dadurch, daĂ man Ă€uĂere AnlĂ€sse und BegrĂŒndungen fĂŒr die Aktion schafft, z. B. Sprengstoffunde in jĂŒdischen VereinshĂ€usern und Synagogen, Sabotageorganisationen, UmsturzplĂ€ne, ĂberfĂ€lle auf Polizisten, Devisenschiebungen groĂen Stils mit dem Ziele der Untergrabung des ungarischen WĂ€hrungsgefĂŒges. Der SchluĂstein unter eine solche Aktion mĂŒĂte ein besonders krasser Fall sein, an dem man dann die GroĂrazzia aufhĂ€ngt.âcite-ref-21[21]cite-ref-22[22]
Nationalsozialistische EuropaplĂ€ne propagierte Schmidt in dem Handbuch Europa, fĂŒr das AuĂenminister Ribbentrop ein Geleitwort verfasst hatte. Schmidt schrieb dort 1943 ĂŒber die Achse:
âWir Nationalsozialisten mĂŒssen den europĂ€ischen Raum neu ordnen [âŠ]. [Europa kann] in der Zukunft nur in der faschistischen und nationalsozialistischen Lebensform leben. [âŠ] Nachdem die westlichen liberalistischen GrundsĂ€tze ihre Eignung fĂŒr die Ăberwindung der europĂ€ischen Lebensnöte verloren [haben, stehen die beiden LĂ€nder] bei der Gestaltung des europĂ€ischen Staatensystems vor einer groĂen revolutionĂ€ren Aufgabe.âcite-ref-23[23]
Verhaftung und juristische Folgen
Schmidt wurde am 6. Mai 1945 in Salzburg von amerikanischen Soldaten verhaftet und war annĂ€hernd zweieinhalb Jahre in verschiedenen Lagern interniert, u. a. in Dachau und Oberursel. Es blieb lange offen, ob er als Angeklagter oder als Belastungszeuge vor Gericht erscheinen sollte. Noch im August 1947 legte die Anklagebehörde eine Liste mit 16 Namen vor, gegen die Anklage erhoben werden sollte, darunter auch Paul Karl Schmidt.cite-ref-24[24] Doch letztlich trat er im WilhelmstraĂen-Prozess als Zeuge der Anklage auf, belastete insbesondere Reichspressechef Otto Dietrich schwer und stellte sich selbst als Verfechter der demokratischen Pressefreiheit dar.cite-ref-25[25]
Von 1965 bis 1971 ermittelte die Staatsanwaltschaft Verden wegen Mordes gegen Schmidt. Doch das Ermittlungsverfahren, das seine Verwicklung in die Ermordung ungarischer Juden klĂ€ren sollte, wurde ergebnislos eingestellt. Somit musste sich Schmidt niemals vor einem Gericht fĂŒr seine TĂ€tigkeit im NS-Staat verantworten.cite-ref-26[26]
Karriere als Bestsellerautor zum Zweiten Weltkrieg und politischer Publizist
Schmidt lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in ScheeĂel, wo er von 1958 bis 1974 zweiter Vorsitzender des SchultrĂ€gers Schulgenossenschaft Eichenschule eG des privaten Gymnasiums Eichenschule ScheeĂel war.
Seit den 1950er Jahren verfasste er BeitrĂ€ge fĂŒr die Zeitschrift Kristall, die in einer hohen Auflage erschien. Seine Veröffentlichungen ĂŒber die Geschichte des Zweiten Weltkrieges in Kristall fĂŒhrten zu einem Eklat. Carola Heldt, die zustĂ€ndige Redakteurin, erklĂ€rte 1959 dem Chefredakteur Joachim Pierre Pabst, dass ein Satz aus einem Artikel ĂŒber die Landung in der Normandie, bei dem Carell âbesonders tief in die Propagandakiste des alten Amtes gegriffenâ (Otto Köhler) habe, nur ĂŒber ihre Leiche erschiene. Pabst erklĂ€rte darauf, Carell werde in Zukunft alle politischen und aktuellen Publikationen bei Kristall kontrollieren. Der Redakteur Fritz Langour verlas Zitate Carells und kĂŒndigte. Die Redakteure Carola Heldt, Inge Esterer und Anton Geldner schlossen sich der KĂŒndigung an; es sei âeine Frage der Selbstachtung, sich nicht Schmidts Kontrolle und seinen Sprachregelungen zu unterstellenâ. Ăber den Vorfall berichtete die in- und auslĂ€ndische Presse. Schmidt wurde daraufhin zwar nach einer offiziellen Verlautbarung des Springer-Verlags âauf eigenen Wunsch von einer weiteren Mitarbeit bei Kristall entbundenâ, doch tatsĂ€chlich liefen seine Serien dort weiter.cite-ref-27[27]
Schmidt verwendete die Pseudonyme Paul Karell, spĂ€ter Paul Carell sowie andernorts P. C. Holm. FĂŒr Ende 1952 ortet Lutz Hachmeister ihn bei den Initiatoren einer âHundertmann-Gruppeâ, einer anderencite-ref-28[28] Bezeichnung fĂŒr den neonationalsozialistischen Naumann-Kreis, der vor allem eine Generalamnestie fĂŒr Kriegsverbrecher anstrebte.cite-ref-hachmeister-29-0[29] Hier traf er den ehemaligen SS-FĂŒhrer Six wieder, seinen frĂŒheren Abteilungsleiterkollegen im AuswĂ€rtigen Amt.cite-ref-hachmeister-29-1[29]
Parallel zum oben genannten Ermittlungsverfahren begann Carells zweite erfolgreiche publizistische Karriere. Er arbeitete als freier Mitarbeiter unter verschiedenen Pseudonymen bei Zeitungen wie Die Welt und Die Zeit (als P. C. Holm). In den 1970er Jahren schrieb er unter dem Pseudonym Vocator politische Kolumnen in der Norddeutschen Rundschau unter deren Chefredakteur Heinz Longerich, dem Vater Peter Longerichs,cite-ref-30[30] und im Spiegel. In diesem Nachrichtenmagazin lancierte er schon in einem Artikel am 16. Januar 1957 die These von dem die Nationalsozialisten entlastenden AlleintÀter Marinus van der Lubbe beim Reichstagsbrand 1933.cite-ref-31[31]
WĂ€hrend die TĂ€tigkeit Schmidts fĂŒr das Nachrichtenmagazin Der Spiegel eher themenbezogen blieb, galt er als einflussreicher Berater sowohl des Axel Springer Verlags als auch Axel Springers persönlich, den er in sicherheitspolitischen Fragen beriet, fĂŒr den er als Redenschreiber arbeitete und dessen Sicherheitschef er bis zum Tod des Verlegers war.cite-ref-32[32] Als Springers Autor schrieb er von 1958 bis 1979 in der Welt und sogar bis 1991 in Bild, in letzterer z. B. am 13. Dezember 1981 zum âRusslandfeldzugâ, âwie es wirklich warâ, und am 5. Februar 1991 zum âGolfkriegâ.cite-ref-33[33] Programmatisch fĂŒr die vertretene sicherheitspolitische Linie steht ein Artikel in der Welt am Sonntag vom 21. Oktober 1979.cite-ref-wams-34-0[34] Im Vorfeld der sogenannten NATO-NachrĂŒstung mit atomaren Mittelstreckenwaffen forderte er dort eine Ănderung der Einsatzdoktrin der Bundeswehr in Richtung einer angeblich wĂŒnschenswerten prĂ€ventiven âVorneverteidigungâ.cite-ref-wams-34-1[34] Dieselbe Forderung, ergĂ€nzt mit einem PlĂ€doyer fĂŒr die Neutronenbombe, hatte Schmidt-Carell schon ein Jahr vorher in einem Vortrag vor der Carl Friedrich von Siemens Stiftung gestellt: âDie Lösung des Problems ist die Neutronenwaffe. [âŠ] Die notwendige militĂ€rische Wirkung erhöht fĂŒr den Gegner das Risiko des Einsatzes dieser Waffen und erhöht damit die Abschreckung und die militĂ€rische EffektivitĂ€t. Angesichts der unabdingbaren Vorneverteidigung ist also die Neutronenwaffe die fĂ€llige, dringend notwendige Modernisierung der taktischen Atomwaffe.âcite-ref-35[35] Schmidt unterhielt auch âgute Kontakte zum BNDâ und wurde â1970 vom Auslandsgeheimdienst unter dem Decknamen âSchaperââ gefĂŒhrt.cite-ref-36[36] Laut Mitteilung des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vom Juni 2013 bestĂ€tigte der BND diesem, dass Schmidt als Informant fĂŒr den Geheimdienst tĂ€tig war.cite-ref-37[37] Der Historiker Jost DĂŒlffer attestierte 2015 im Rahmen seiner Untersuchung fĂŒr die UnabhĂ€ngige Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes dessen langjĂ€hrigem PrĂ€sidenten und ehemaligen Generalmajor der Bundeswehr Gerhard Wessel âein nahes VerhĂ€ltnisâ zu Schmidt-Carell. Er habe ihn sowohl âals Informanten wie als politischen Ratgeberâ genutzt.cite-ref-38[38]
Schmidt war sowohl 1979 GrĂŒndungsmitglied des rechtskonservativen Studienzentrums Weikersheim (SWZ) als auch der 1993 geschaffenen Hans-Filbinger-Stiftung, die das SWZ maĂgeblich finanziell unterstĂŒtzte.cite-ref-39[39]
Der Erfolg seiner BĂŒcher Unternehmen Barbarossa und Verbrannte Erde, die vorher als Serien in der Zeitschrift Kristall erschienen waren, machte aus Carell den fĂŒhrenden Nachkriegschronisten des Zweiten Weltkriegs am Schauplatz UdSSR. Dabei hatte Carell auf eine der Sichtweise des Generalfeldmarschalls Erich von Manstein entsprechende Kriegsdarstellung geachtet, der in dieser Hinsicht auf ihn eingewirkt hatte.cite-ref-40[40] Schmidt-Carell arbeitete bei der Vorbereitung seines Bestsellers Unternehmen Barbarossa, den der MilitĂ€rhistoriker Jens Westemeier als âwichtigsten publizistischen Beitragâ bezeichnet, âdurch den in den Vorstellungen der breiten Ăffentlichkeit das Bild von der âsauberenâ Wehrmacht fĂŒr Jahrzehnte verankert wurdeâ, neben GenerĂ€len der Wehrmacht auch eng mit SS-FĂŒhrern zusammen. So hatte unter anderen auch SS-General Otto Kumm Kriegsberichte geliefert, die in Unternehmen Barbarossa zu einer heroischen Kriegsdarstellung verdichtet wurden, die das âHohelied von Wehrmacht und Waffen-SSâ prĂ€sentierte.cite-ref-41[41] DarĂŒber hinaus wirkte Paul Carell, ohne dass sein Name genannt wurde, zusammen mit dem Panzeroffizier der Bundeswehr und Autor Rolf Stoves, als Ghostwriter fĂŒr das 1969 erschienene Buch Walther Nehrings Die Geschichte der deutschen Panzerwaffe, so der MilitĂ€rhistoriker Markus Pöhlmann, der hierfĂŒr den Nachlass Nehrings im Bundesarchiv ausgewertet hat. Carell und Stoves âkompiliertenâ die Aufzeichnungen des ehemaligen Generals der Panzergruppe der Wehrmacht Nehring zu einem Buch.cite-ref-42[42]
Im Ullstein Verlag erschien 1980 sein Buch Die Gefangenen ĂŒber das Schicksal deutscher Kriegsgefangener in der Sowjetunion. Diese BĂŒcher erfuhren in der Bundesrepublik Deutschland ein ĂŒberwiegend positives Presseecho. So schrieb zum Beispiel Die Welt: âTrĂ€gt zum Abbau von Ressentiments zwischen Deutschen und Russen bei [âŠ] als Historiker qualifiziert.â Der Historiker Bodo Scheurig urteilte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hingegen, dass Carells Darstellung des Russlandfeldzuges jene âverdummt, die zu vergessen geneigt sind[,] und (diejenigen) erbittert, die schwer vergessen können und auf der ganzen Wahrheit bestehenâ.cite-ref-43[43] Jonathan Littell lĂ€sst in seinem auf Fakten beruhenden Roman Die Wohlgesinnten den Ich-ErzĂ€hler feststellen, dass Carell ein zweibĂ€ndiges Werk ĂŒber den Krieg gegen die Sowjetunion schrieb, ohne ein einziges Mal das Wort âJudeâ zu erwĂ€hnen, eine âhervorragendeâ historiographische Leistung angesichts der NS-Massenverbrechen in diesem Land; kaum etwas weise deutlicher auf die spĂ€tere mentale VerdrĂ€ngung dieser Verbrechen durch die Deutschen hin als diese Tatsache.cite-ref-44[44]
1992 Ă€uĂerte Carell die vielfach angezweifelte Behauptung, nach der der Ausgang des Zweiten Weltkrieges nach der Schlacht von Stalingrad noch offen gewesen sei. Letztlich habe allein das Versagen Adolf Hitlers die Niederlage Deutschlands im Krieg herbeigefĂŒhrt. Die FĂŒhrung der Wehrmacht und herausragende Strategen wie Erich von Manstein hĂ€tten ohne diese Einmischung einen Remis-Frieden erzwingen können.
Bis zum Ende seines Lebens leugnete Carell die deutschen Verbrechen an der sowjetischen Bevölkerung.cite-ref-45[45] Der Angriff auf die Sowjetunion sei ein PrĂ€ventivschlag gewesen, um einem bevorstehenden Angriff der Roten Armee zuvorzukommen. Sein letztes Buch, das kurz vor der Fertigstellung stand, hatte, so seine Witwe Ilse (Ille) Schmidt, die Geschichte der Bundeswehr zum Thema.cite-ref-46[46] Der MilitĂ€rhistoriker Detlef Bald hat herausgefunden, dass sich die vom Heeresamt der Bundeswehr herausgegebenen âHilfen fĂŒr den Gefechtsdienstâ bis 2009 fĂŒr die Ausbildung der Kampftruppen an Fallbeispielen des Zweiten Weltkrieges orientierten, indem sie auch Quellen aus Paul Carells Bestseller Verbrannte Erde enthielten.cite-ref-47[47] Im Mai 2009 untersagten die Inspekteure des Heeres und der StreitkrĂ€ftebasis die weitere Nutzung von Texten Paul Carells durch Ausbildungseinrichtungen und Truppenteile.cite-ref-48[48]
Schriften (Auswahl)
âą Berlin Rom Tokio. Monatsschrift fĂŒr die Vertiefung der kulturellen Beziehungen der Völker des weltpolitischen Dreiecks. Als Herausgeber, Verlagsanstalt Ernst Steiniger, 1. Jg., 1939.
âą Revolution im Mittelmeer. Der Kampf um den italienischen Lebensraum, Volk und Reich Verlag, Berlin 1940.
âą Die Achse als Grundlage des neuen Europa. In: Europa. Handbuch der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des neuen Europa. Hrsg. vom Deutschen Institut fĂŒr auĂenpolitische Forschung. Mit einem Geleitwort von Joachim von Ribbentrop. Leipzig 1943, S. 13â15, hier S. 13.
âą GrĂŒndungsbeschluĂ und Satzung der Deutschsozialisten (Kampfbund Saar der Strasser-Bewegung) : SaarbrĂŒcken, am 15. September 1956. Hrsg. Deutschsozialisten: Mitautoren ua. Werner Diehl, SaarbrĂŒcken 1956.
âą Die WĂŒstenfĂŒchse. Tatsachenbericht, Nannen, Hamburg 1958 (jĂŒngste Auflage 2003 bei Herbig, MĂŒnchen).
âą Findbucheinleitung fĂŒr den Aktenbestand âLd. Br. Rep. 73 F Textil, Bekleidung, Lederâ im Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam, 1960.
âą Sie kommen! Die Invasion der Amerikaner und Briten in der Normandie 1944, Stalling, Oldenburg und Hamburg 1960 (jĂŒngste Auflage 2004).
âą Unternehmen Barbarossa. Der Marsch nach RuĂland, Ullstein, Frankfurt/Berlin/Wien 1963 (jĂŒngste Auflage 2002).
âą Verbrannte Erde. Schlacht zwischen Wolga und Weichsel, Ullstein, Frankfurt/Berlin/Wien 1966 (jĂŒngste Auflage 2002).
âą Der RuĂlandkrieg. Fotografiert von Soldaten. Der Bildband zu Unternehmen Barbarossa und Verbrannte Erde, Ullstein, Berlin/Frankfurt/Wien 1967.
âą Der tabuierte Ernstfall Krieg. In: Der Ernstfall. Schriften der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Hrsg. Anton Peisl, Armin Mohler, Band 2, Frankfurt 1979, S. 74â97.
âą Die Gefangenen. Leben und Ăberleben deutscher Soldaten hinter Stacheldraht. Ullstein, Frankfurt/Berlin/Wien 1980 (jĂŒngste Auflage 2002).
âą Der Zweite Weltkrieg. Texte, Bilder, Karten, Dokumente, Chronik, Delphin, MĂŒnchen 1985.
âą Stalingrad. Sieg und Untergang der 6. Armee, Ullstein, Berlin/Frankfurt 1992 (jĂŒngste Auflage 2003).
Literatur
âą Wigbert Benz: Paul Carell. Ribbentrops Pressechef Paul Karl Schmidt vor und nach 1945. wvb, Berlin 2005, ISBN 3-86573-068-X.
âą Biographisches Handbuch des deutschen AuswĂ€rtigen Dienstes 1871â1945. Band 4: S. Herausgegeben vom AuswĂ€rtigen Amt, Historischer Dienst, Bearbeiter: Bernd Isphording, Gerhard Keiper, Martin Kröger. Schöningh, Paderborn u. a. 2012, ISBN 978-3-506-71843-3, S. 117 f.
âą Eckart Conze, Norbert Frei, Peter Hayes und Moshe Zimmermann: Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik. Karl Blessing, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-89667-430-2.
âą Martin Göllnitz: Der Student als FĂŒhrer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen FunktionĂ€rskorps am Beispiel der UniversitĂ€t Kiel (1927â1945). Jan Thorbecke, Ostfildern 2018, ISBN 978-3-7995-5944-7 (zugleich Diss. phil. UniversitĂ€t Kiel 2017), S. 652 u. passim.
⹠Martin Herzer: Auslandskorrespondenten und AuswÀrtige Pressepolitik im Dritten Reich. Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2012, ISBN 978-3-412-20859-2.
âą Otto Köhler: Unheimliche Publizisten. Die verdrĂ€ngte Vergangenheit der Medienmacher. Droemer Knaur, MĂŒnchen 1995, ISBN 3-426-80071-3, S. 164â203.
âą Peter Longerich: Propagandisten im Krieg. Die Presseabteilung des AuswĂ€rtigen Amtes unter Ribbentrop. Oldenbourg, MĂŒnchen 1987, ISBN 3-486-54111-0 (link.bsb-muenchen.de Volltext verfĂŒgbar).
âą Christian Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Zu Leben und Wirken von Paul Karl Schmidt alias Paul Carell. Tectum, Marburg 2009, ISBN 978-3-8288-2136-1 (zugleich Diss. phil. UniversitĂ€t MĂŒnster 2009).
âą Christian Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Der NS-Propagandist und ĂŒberzeugte Antisemit Paul Karl Schmidt alias Paul Carell im engsten Umfeld des Verlegers. In: Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden. Hrsg. von Fritz Backhaus, Dimitrij Belkin und Raphael Gross im Auftrag des Fritz Bauer Instituts und des JĂŒdischen Museums Frankfurt. Wallstein, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-1081-0, S. 65â71.
Weblinks
âą Literatur von und ĂŒber Paul Carell im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Zeitungsartikel ĂŒber Paul Carell in den Historischen Pressearchiven der ZBW
âą Wigbert Benz: Paul Carell (1911â1997). Kriegs- und Nachkriegskarriere des Pressechefs im NS-AuĂenministerium. In Shoa.de â Zukunft braucht Erinnerung
âą Paul Karl Schmidts (alias Paul Carell) VorschlĂ€ge zur Ermordung der Budapester Juden 1944. Mit Quellen (URL Oktober 2009), NĂŒrnberger Dokument NG-2424 und NG-2260
âą Roland Meyer: Zweite Karriere von ScheeĂel aus. NS-Pressechef Paul Schmidt-Carell wird zum gefeierten Autor ĂŒber den Zweiten Weltkrieg. In: Rotenburger Rundschau, 24. August 2005
âą Nachlass Bundesarchiv N 2267
Einzelnachweise
cite-note-11. â Biographisches Handbuch des deutschen AuswĂ€rtigen Dienstes 1871â1945. Band 4: S. Herausgegeben vom AuswĂ€rtigen Amt, Historischer Dienst, Bearbeiter: Bernd Isphording, Gerhard Keiper, Martin Kröger. Schöningh, Paderborn u. a. 2012, S. 117.
cite-note-22. â Christian Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Zu Leben und Wirken von Paul Karl Schmidt alias Paul Carell. Marburg 2009, S. 29f.
cite-note-33. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 33f.
cite-note-44. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 34f.
cite-note-55. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 34f. u. 40f.; Plöger erörtert dort auch Angaben Schmidts, er sei bereits am 12.1.1931 in die NSDAP eingetreten, wĂ€hrend seine Mitgliederkarteikarte den 1.2.1931 nennt sowie einen kurzzeitigen Austritt mit folgendem Wiedereintritt im FrĂŒhjahr 1932.
cite-note-klee93-66. â Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 93.
cite-note-77. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 34f.
cite-note-88. â Wigbert Benz: Paul Carell. Ribbentrops Pressechef Paul Karl Schmidt vor und nach 1945. wvb, Berlin 2005, ISBN 3-86573-068-X, S. 13.
cite-note-99. â Martin Göllnitz: Der Student als FĂŒhrer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen FunktionĂ€rskorps am Beispiel der UniversitĂ€t Kiel (1927â1945). Jan Thorbecke, Ostfildern 2018, S. 48.
cite-note-1010. â Martin Göllnitz: Der Student als FĂŒhrer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen FunktionĂ€rskorps am Beispiel der UniversitĂ€t Kiel (1927â1945), S. 128.
cite-note-1111. â Martin Göllnitz: Der Student als FĂŒhrer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen FunktionĂ€rskorps am Beispiel der UniversitĂ€t Kiel (1927â1945), S. 290.
cite-note-1212. â Dazu ausfĂŒhrlich Martin Göllnitz: Der Student als FĂŒhrer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen FunktionĂ€rskorps am Beispiel der UniversitĂ€t Kiel (1927â1945), zusammenfassend S. 652 und passim.
cite-note-dvorak-1313. â Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 5: RâS. Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1256-9, S. 280â281.
cite-note-1414. â Burschenschafter-Stammrolle 1991. S. 131.
cite-note-longerich154f-1515. â Peter Longerich: Propagandisten im Krieg. MĂŒnchen 1987, S. 154 f.
cite-note-1616. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 137f.
cite-note-1717. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 150â154.
cite-note-1818. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 144.
cite-note-1919. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 163â170.
cite-note-2020. â Conze, Frei, Hayes und Zimmermann: Das Amt und die Vergangenheit. MĂŒnchen 2010, S. 275; zur literarischen und auf 1943 datierten Verarbeitung siehe Jonathan Littell: Les bienveillantes. Gallimard, Paris 2006 (dt. Berlin Verlag, Berlin 2008).
cite-note-2121. â Staatsarchiv NĂŒrnberg, KV-Anklage, Dokument NG-2424, Bl.1, zit. nach Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 165.
cite-note-2222. â Der Leiter der Presseabteilung des AuswĂ€rtigen Amts regt am 27. Mai 1944 an, als Vorwand fĂŒr die Deportation der Budapester Juden Sprengstofffunde zu fingieren, in: Die Verfolgung und Ermordung der europĂ€ischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933â1945 (VEJ), Band 15, 2021, S. 569
cite-note-2323. â Paul Schmidt: Die Achse als Grundlage des neuen Europa. In: Europa. Handbuch der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des neuen Europa. Hrsg. vom Deutschen Institut fĂŒr auĂenpolitische Forschung. Mit einem Geleitwort von Joachim von Ribbentrop. Leipzig 1943, S. 13â15, hier S. 13.
cite-note-2424. â Conze, Frei, Hayes und Zimmermann: Das Amt und die Vergangenheit. MĂŒnchen 2010, S. 389.
cite-note-2525. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 275â278; Benz: Paul Carell. Berlin 2005, S. 50â53.
cite-note-2626. â Vgl. Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Verden gegen Dr. Paul Karl Schmidt u. a. wegen Mordes. Akte 412 AR-Nr. 1082 / 1965; Bundesarchiv, AuĂenstelle Ludwigsburg, neue Signatur (seit November 2003): B 162 AR 650 1082; belegt bei Benz: Paul Carell. Berlin 2005, S. 88 ff
cite-note-2727. â Otto Köhler: Unheimliche Publizisten. Die verdrĂ€ngte Vergangenheit der Medienmacher. Droemer Knaur, MĂŒnchen 1995, S. 189â192; Benz: Paul Carell. Berlin 2005, S. 81â83; Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 357â361.
cite-note-hachmeister-2929. â Lutz Hachmeister: Der Gegnerforscher. Die Karriere des SS-FĂŒhrers Franz Alfred Six. Beck, MĂŒnchen 1998, S. 294 ff
cite-note-3030. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 167.
cite-note-3131. â Benz: Paul Carell. Berlin 2005, S. 72â75; Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 322â326.
cite-note-3232. â Benz: Paul Carell. Berlin 2005, S. 91â106; Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 378â385.
cite-note-3333. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 467.
cite-note-wams-3434. â Paul Carell: Die Rote Erpressung. In: Welt am Sonntag, Nr. 17/1979 vom 21. Oktober 1979
cite-note-3535. â Carell: Der tabuierte Ernstfall Krieg. In: Der Ernstfall. Schriften der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Hrsg. Anton Peisl, Armin Mohler, Band 2, Frankfurt 1979, S. 74â97.
cite-note-3636. â Erich Schmidt-Eenboom: Undercover. Der BND und die deutschen Journalisten. Köln 1998, S. 78; siehe auch Willi Winkler: Geröllhaufen der Geschichte. Axel Springer: Neue Datenbank. (Memento vom 25. MĂ€rz 2010 im Internet Archive) SĂŒddeutsche Zeitung, 17. Januar 2010
cite-note-3737. â Klaus Wiegrefe: Verdeckte Recherchen. Der Bundesnachrichtendienst warb in den fĂŒnfziger und sechziger Jahren Journalisten als Informanten an. Jetzt musste er erstmals Namen seiner ZutrĂ€ger nennen. In: Der Spiegel, Nr. 23 vom 3. Juni 2013, S. 42f.; siehe auch die knapper gefasste Online-Meldung BND gibt Journalisten als Informanten preis. In: Spiegel Online, 2. Juni 2013
cite-note-3838. â Jost DĂŒlffer: Pullach intern. Innenpolitischer Umbruch, Geschichtspolitik des BND und âDer Spiegelâ, 1969â1972. UnabhĂ€ngige Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945â1968. Marburg 2015, S. 21 f. ([1] PDF).
cite-note-3939. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 389.
cite-note-4040. â Oliver von Wrochem: Erich von Manstein. Vernichtungskrieg und Geschichtspolitik. Schöningh, Paderborn 2006 (zugl. Dissertation, UniversitĂ€t Hamburg 2005), ISBN 3-506-72977-2, S. 306 f.
cite-note-4141. â Jens Westemeier: Himmlers Krieger. Joachim Peiper und die Waffen-SS in Krieg und Nachkriegszeit (= Krieg in der Geschichte. Band 71). Hrsg. mit UnterstĂŒtzung des Zentrums fĂŒr MilitĂ€rgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 978-3-506-77241-1, S. 566.
cite-note-4242. â Markus Pöhlmann: Der Panzer und die Mechanisierung des Krieges. Eine deutsche Geschichte 1890 bis 1945 (= Zeitalter der Weltkriege. Band 14. Hrsg. vom Zentrum fĂŒr MilitĂ€rgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr). Ferdinand Schöningh, Paderborn 2016, ISBN 978-3-506-78355-4. (= Habilitationsschrift, UniversitĂ€t Potsdam, 2016), S. 12f.
cite-note-4343. â Zitate nach Benz: Paul Carell. Berlin 2005, S. 96.
cite-note-4444. â Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten. Roman. BvT Berliner Taschenbuch Verlags GmbH, Berlin 2009, ISBN 978-3-8333-0628-0, S. 23.
cite-note-4545. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 369.
cite-note-4646. â Plöger: Von Ribbentrop zu Springer. Marburg 2009, S. 370.
cite-note-4747. â Detlef Bald: Bedingt einsatzbereit. âRealistische Ausbildungâ der Bundeswehr oder mit der Wehrmacht in den Hindukusch. In: Detlef Bald/Hans-GĂŒnter Fröhling/JĂŒrgen GroĂ (Hrsg.): Bundeswehr im Krieg â wie kann die Innere FĂŒhrung ĂŒberleben? Hamburger BeitrĂ€ge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Nr. 153, Dezember 2009, S. 7â16, insbesondere S. 13; Wigbert Benz: âEinsatznah ausbildenâ mit Paul Karl Schmidt alias Paul Carell, Pressechef im Nazi-AuĂenministerium. In: Forum Pazifismus. Nr. 26 (2010), S. 13â15.
cite-note-4848. â Wigbert Benz: âEinsatznah ausbildenâ mit Paul Karl Schmidt alias Paul Carell, Pressechef im Nazi-AuĂenministerium. In: Forum Pazifismus. Nr. 26 (2010), S. 15.